Michael Thews MdB besucht die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. Lünen und informiert sich über das einzigartige Förderprojekt

Lisa Jungkeim (B.A. LGyGe, B.Sc. Psychologie, Johanniter), Juliane Eger (Sozialbetreuerin, Johanniter), Michael Thews MdB, Martin Vollmer (Marketing und Kommunikation, Johanniter)

„Ehrenamt Vereint!“ ist ein bundesweites Pilotprojekt der Johanniter zur Förderung der gesellschaftlichen Teilhabe sowie zur Vermeidung der Isolation geflüchteter Menschen.

„Lünen gehört zu den Initiatoren und ist nur eine von acht Städten deutschlandweit, die an diesem Pilotprojekt teilnehmen. Die Bundesregierung fördert dieses Programm in Lünen mit über 112.000 €. Grund genug für mich, den Johannitern in Lünen einen Besuch abzustatten und mir dieses einzigartige Projekt vor Ort selbst anzuschauen. Es ist immer wichtig auch zu sehen, was genau mit dem Geld vor Ort geschieht“, so Thews.

Viele geflüchtete Menschen haben anfangs das Problem, dass sie als Hilfesuchende nur darauf warten können, dass andere sie unterstützen. Das führt häufig dazu, dass diese Menschen sich nutzlos oder entmachtet fühlen. Um diesem Problem entgegenzuwirken, bilden die Johanniter Tandems im Ehrenamt. Eine Person mit und eine Person ohne Flucht- oder Migrationshintergrund werden gemeinsam als Ehrenamtliche in einem Bereich ihrer Wahl tätig. Dabei bauen die Johanniter mit verschiedenen Partnern Kooperationen auf, wie z.B. der Flüchtlingshilfe, Sportvereinen, gemeinnützigen Vereinen und dem Kinder- und Jugendzirkus.

„Die Johanniter sind aktiv auf der Suche nach engagierten Ehrenamtlichen, die sich an ihrem Projekt beteiligen möchten, um gemeinsam ein inklusives Miteinander zu gestalten. Dabei geht es über das herkömmliche Verständnis von Ehrenamt in der Flüchtlingshilfe hinaus. Durch den Einsatz von Experten-Tandems sollen gemeinsam mit den Geflüchteten Strukturen geschaffen und Wege gefördert werden, die das Individuum in seinem gesellschaftlichen, sozialen und politischen Kontext stärken. Das Ehrenamt ermöglicht es geflüchteten Menschen, aktiv am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben, ihre eigenen Fähigkeiten einzubringen und soziale Kontakte zu knüpfen. Gleichzeitig fördert es die Öffnung der Aufnahmegesellschaft und kann als Kriterium für gesellschaftliche Zugehörigkeit verstanden werden. Zudem bietet das Ehrenamt Möglichkeiten zur erfolgreichen Integration in den Arbeitsmarkt, indem es auf die beruflichen Qualifikationen der Geflüchteten ausgerichtet und individuell angepasst ist“, erklärt Martin Vollmer, Fachbereichsleiter Marketing und Kommunikation.

Thews weiter: „Anstatt einer langwierigen Inaktivität durch Wartezeiten auf Asyl, Erteilung einer Duldung oder Arbeitserlaubnis, bekommen die Geflüchteten eine Aufgabe und erlangen so Sprachkenntnisse, verbesserte Chancen auf dem Arbeitsmarkt, Sozialkontakte außerhalb der eigenen „Community“ und mehr Akzeptanz in der Aufnahmegesellschaft. Das ist ein tolles Pilotprojekt und ich habe den handelnden Personen hier vor Ort angemerkt, wie überzeugt sie davon sind. Gerade die erste Zeit nach der Ankunft ist entscheidend für eine gelungene Integration. Durch dieses gut durchdachte Pilotprojekt sind die Johanniter Lünen eine Vorzeigeorganisation bei der Integration von flüchtenden Menschen. Solche Projekte bringen uns in der Integration weiter voran und ich werde mich gerne im Bundestag dafür einsetzen, diese weiter ausgiebig zu fördern!“

„Der Besuch des MdB Michael Thews bei den Johannitern war äußerst erfolgreich und hat zahlreiche positive Ergebnisse hervorgebracht. Durch die enge Zusammenarbeit zwischen dem Parlamentarier und unserer Organisation konnten wichtige Anliegen und Herausforderungen erörtert werden. Dadurch wurde das Bewusstsein für die Johanniter in der Öffentlichkeit gestärkt und politische Maßnahmen identifiziert, um unsere Arbeit vor Ort zu unterstützen“, resümiert Vollmer.