Nadia Khalaf, Olaf Schade, Stefan Pfeifer, Thomas Eiskirch, Jens Peick, Sonja Bongers, Frank Baranowski und Michael Groß. Es fehlt Lynn Kaldeweide. Foto: Mirko Raatz

Neuer Vorstand bei der RuhrSPD Thomas Eiskirch wird neuer Vorsitzender – Frank Baranowski zum Ehrenvorsitzenden ernannt

Die RuhrSPD hat in ihrer Konferenz der Vorsitzenden der Unterbezirke am 27. Oktober einen neuen Vorstand gewählt. Neuer Vorsitzender der RuhrSPD ist Thomas Eiskirch. Er folgt damit auf Frank Baranowski, der nicht erneut antrat. Baranowski war seit 2007 zunächst Sprecher und dann Vorsitzender des Zusammenschlusses der SPD-Unterbezirke im Ruhrgebiet.

Thomas Eiskirch, seit 2015 Oberbürgermeister der Stadt Bochum und bislang Stellvertreter Baranowskis, stellte in seiner Rede die zentralen Aufgaben der RuhrSPD in den Mittelpunkt. „Wir setzen uns für die Interessen der über fünf Millionen Menschen im Ruhrgebiet in ihren vielfältigen Lebenslagen ein. Wir gestalten den Wandel aktiv weiter. Dabei müssen wir Antworten auf die Frage zur Ausgestaltung der Mobilität geben, die nachhaltige Quartiersentwicklung und die Digitalisierung vorantreiben, Migration und Integration gestalten und Motor des Wandels der Arbeit(splätze) sein. In all diesen Fragen ist Solidarität das Fundament jeder Entwicklung. Eine klare Vision für das Ruhrgebiet, basierend auf diesen Themen und strukturierten Konzepten, gilt es im Schulterschluss umzusetzen. Hierbei nimmt die RuhrSPD eine wichtige Rolle ein“, so Eiskirch.

Rückblickend auf 14 Jahre RuhrSPD betonte Baranowski in seinem Rechenschaftsbericht die Wichtigkeit der städteübergreifenden Zusammenarbeit im Revier. „Die Zukunft des Ruhrgebietes ist eine gemeinsame oder gar keine“, zitierte der scheidende Vorsitzende. „Und wer es bisher noch nicht realisiert hat, spätestens die Corona-Krise hat uns gezeigt, wie vernetzt unsere Städte sind. Stadtgrenzen mögen in den Stadtplänen und den Verwaltungen existieren, die Menschen des Ruhrgebietes unterteilen aber ihre Heimat, ihr Lebensumfeld doch nicht in Verwaltungseinheiten. Sie bewegen sich wie selbstverständlich zwischen Bochum, Essen, Gelsenkirchen, Herne ohne jedes Überqueren der Stadtgrenze bewusst zu registrieren.“

Für seine Verdienste um die Sozialdemokratie und die städteübergreifende Zusammenarbeit im Ruhrgebiet, wurde Baranowski zum Ehrenvorsitzenden der RuhrSPD ernannt. „Frank Baranowski war das Gesicht und der Motor dieses interkommunalen, sozialdemokratischen Zusammenschlusses. Er hat in der Praxis gezeigt, was es heißt, sich als Metropole Ruhr zu verstehen und dafür auch über Parteigrenzen hinweg zusammenzuarbeiten“, resümiert der neue Vorsitzende Thomas Eiskirch. „Wir sind stolz ihn als Ehrenvorsitzenden weiterhin an unserer Seite zu wissen.“

Eiskirchs Stellvertreter:innen sind Sonja Bongers, Landtagsabgeordnete und Fraktionsvorsitzende der SPD-Fraktion in Oberhausen sowie Michael Groß aus Recklinghausen, ehemaliger Sprecher der SPD-Bundestagsabgeordneten aus dem Ruhrgebiet. Schatzmeister bleibt der Dortmunder Jens Peick, der zur Bundestagswahl neu in das Parlament gewählt worden ist. Die vier Beisitzer:innen sind Lynn Kaldeweide aus Marl, Nadia Khalaf aus Mülheim a. d. Ruhr, Stefan Pfeifer aus Essen und Landrat Olaf Schade aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis.