„Dem öffentlichen Gesundheitsdienst kommt eine Schlüsselrolle bei der Bekämpfung der Pandemie zu“. Ihren Dank an die Mitarbeitenden vor Ort sowie an die Kolleginnen und Kollegen anderer Fachbereiche, die durch Abordnungen den Gesundheitsdienst des Kreises unterstützen, verbindet die SPD-Fraktion im Kreistag des Kreises Unna mit der Forderung nach einer besseren personellen und technischen Ausstattung.
 
„Die Helfer in der Krise erfahren zu Recht überall viel Lob und Anerkennung. Aber die Beschäftigten der Gesundheitsbehörden kommen dabei leider kaum vor“, bedauert Dirk Kolar, gesundheitspolitischer Sprecher der Fraktion. „Sie sind aber Dreh- und Angelpunkt, wenn es darum geht, Infizierte schnell zu identifizieren und zu isolieren, Kontaktpersonen zu finden und unter häusliche Quarantäne zu stellen, die Alten- und Pflegeeinrichtungen zu unterstützen, Bürgerfragen zu beantworten sowie die Krisenstäbe fachlich zu beraten – und das alles an sieben Tagen in der Woche.“

Die Sozialdemokraten legen Wert darauf, dass der öffentliche Gesundheitsdienst für seine Aufgaben angemessen ausgerüstet wird – und zwar sowohl kurzfristig mit Blick auf eine mögliche zweite Infektionswelle als auch auf Dauer. „Leider sind die Gesundheitsbehörden während der vergangenen Jahrzehnte vom Gesetzgeber eher beschnitten worden. Da müssen wir jetzt unbedingt gegensteuern“, betont Vorsitzende Brigitte Cziehso.

Der erweiterte Fraktionsvorstand hat sich in den vergangenen Tagen ein Bild von der aktuellen Situation gemacht, die zurzeit im Kreis Unna nach Einschätzung von Landrat Michael Makiolla und Gesundheitsdezernent Uwe Hasche stabil ist. Allerdings sind sich dabei alle Beteiligten einig: Es ist gefährlich, sich aufgrund der aktuell niedrigen Corona-Fallzahlen in Sicherheit zu wiegen.

Um vor allem das so genannte Kontaktpersonenmanagement als eine originäre Aufgabe des öffentlichen Gesundheitsdienstes sicherzustellen, will die SPD-Fraktion, dass neben einer ausreichenden Mitarbeiterzahl auch die entsprechende Technik auf dem neuesten Stand ausgebaut wird. „Wir können die Leistung dieses Fachgebiets in der Krise nicht genug würdigen.“