Im Bericht der RuhrNachrichten (RN) Lünen „STEAG-Gelände Zeitplan für den Abriss steht“ wird deutlich, dass der neue Eigentümer des Geländes, die Hagedorn-Firmengruppe eine möglichst profitable Verwertung durch den Abbruch sowie durch die Vermarktung des STEAG-Geländes anstrebt.

Mit dem Verkauf an Hagedorn bleibt bei der Stadt Lünen nur noch eine geringe Einflussnahme über das Planungsrecht. Der AfA geht es um die Folgenutzung.

Wer die Nutzung als Gewerbegebiet in den Fokus rückt, übersieht, dass diese zusammenhängende Fläche mit Zugang zum überregionalen Stromnetz ideale Voraussetzungen bietet, um einen dringend notwendigen Beitrag zum Gelingen der Energiewende zu leisten.

Steinkohlenkraftwerke werden stillgelegt, weil Deutschland nur so die Ziele des Klimaschutzplanes einhalten kann. Das bedeutet, dass noch viel mehr Strom aus regenerativen Quellen erzeugt werden muss! Der Übergang in eine kohlenstoffarme Wirtschaft erfordert große Anstrengungen. Wir benötigen dringend Alternativen für unsere Energieversorgung, ganz besonders für den Verkehr und die Industrie.

Wir benötigen bis zum Jahr 2030 einen Zubau von einer Stromkapazität von 11 GW jährlich. Das ist mehr als die heutige Gesamtkapazität der RWE!

Investitionen in den wachtumsstarken Leitmärkten des Energie- und Umweltsektors sichern unsere industrielle Basis.

Die Bundesregierung und einige große Konzerne haben das erkannt. Die Industrie wird mit massiver Förderung durch die Bundesregierung mit Ihrer Wasserstoffstrategie in die Wasserstofftechnologie investieren. Als Standorte drängen sich stillgelegte Industrieflächen mit Anschluss an das Stromnetz geradezu auf.

Industriebetriebe verfügen über die notwendige Finanzkraft für Zukunftsinvestments. Sie unterliegen der Mitbestimmung, das stellt gute Arbeitsbedingungen sicher.

So gelingt die Energiewende, so schützen wir unsere Umwelt nachhaltig. So sicher wir uns eine industrielle Basis mit hoher Wertschöpfung.

Für die wirtschaftliche Entwicklung in Lünen ist das die bessere Alternative zu einem Gewerbegebiet. Schlimmer wäre noch eine Ansiedlung von Logistikunternehmen mit vergleichsweise schlechten Arbeitsbedingungen. Hier fehlen bereits seit einigen Jahren Bewerber für die angebotenen Ausbildungsplätze.

Das STEAG Gelände ist zu wertvoll für die Ansiedlung von Gewerbe und Logistik.

Die Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen in der SPD fordert die Verantwortlichen bei der Stadt Lünen und beim Kreis Unna auf, mit potentiellen Investoren in Wasserstofftechnologien sprechen.

Ziel muss eine Ansiedlung von Zukunftstechnologie auf dem STEAG-Gelände sein.