In die Stadthalle Kamen hatte die SPD im Kreis Unna zum ordentlichen Parteitag eingeladen – und die Delegierten aus den 10 Stadtverbänden und den entsprechenden Ortsvereinen kamen am 1. Februar 2020 ab 09.30 Uhr zusammen. 130 Stimmberechtigte Genoss:innen waren anwesend und widmeten sich engagiert einem straffen Programm.

Thematisch: Auf in den Wahlkampf

Rüdiger Weiß eröffnet als stellvertretender Vorsitzender des UB Vorstands den Parteitag und erinnert daran, dass die “sozialdemokratische Familie” , dass “”diese drei Buchstaben: SPD” das ist, was für jede:n Kandidat:in, für jede:n Mandatsträger:in den entscheidenden Faktor für den Erfolg in der politischen Arbeit darstellt. Der Respekt vor diesem Beitrag der Partei fordert auch das Zusammenstehen und die Zusammenarbeit der Verantwortlichen – in jeder Kommune des Kreises, im Kreis insgesamt. Was in der einen Stadt geschieht, hat immer auch Auswirkungen auf die anderen Kommunen – positiv wie negativ.

Elke Kappen, Bürgermeister der Stadt Kamen im Grußwort:

“Warum heute SPD wählen – das werde ich gefragt: Chancengleichheit und Sorge für Benachteiligte, Bildungsgerechtigkeit, die Gesellschaft soll zusammenbleiben. Das erfüllt als Aufgabe niemand so sehr wie die SPD. Zukunftsthemen wie den Klimaschutz dazu nehmen – und Menschen überzeugen. Gemeinsam unterwegs sein, demokratisch und vernetzt. Nicht jammern – mit den Menschen in Kontakt gehen, den Menschen zuhören, Antworten versuchen. Unsere Mitglieder sind engagiert und von den Grundwerten der Partei überzeugt – sie schwimmen nicht einfach auf einer Erfolgswelle.”

Denis Aschhoff, Vorsitzender Stadtverband Kamen

“Die Kommunalwahl 2020 ist etwas Besonderes: Es geht um unser Zuhause! Unser Unterbezirk wird als rote Hochburg sich besser vernetzen müssen, wird Einheit demonstrieren, wird auch nach außen zeigen können, wie es zu machen ist”

Michael Makiolla, Landrat des Kreises Unna:

“Das Thema “Klimaschutz” wird zwar oft mit dem politischen Mitbewerber in Verbindung gebracht – aber: im Kreis Unna sind die Sozialdemokraten seit Jahrzehnten die Partei des Umweltschutzes.

Ökonomisch wurden mehr als 30.000 Arbeitsplätze in den letzten Jahren neu geschaffen, auch durch den wichtigen Einsatz der kreiseigenen Wirtschaftsförderung.

Der Kreis Unna ist die in NRW am stärksten betroffene Steinkohle-Region. Das Strukturhilfegesetz nennt ausdrücklich den Kreis Unna als Fördermittelempfänger – das ist ein politisch erstrittener Erfolg, der die Mittel unter Nennung der betroffenen Regionen an die gezielte Förderung eben dieser Regionen bindet. Wir haben die Chance, solidarisch und gemeinsam an der größten Strukturförderung teilzuhaben, die es seit Jahrzehnten gibt. Nur gemeinsam werden wir stark sein, gemeinsam den Wandel bewältigen” !

Oliver Kaczmarek beginnt seinen Bericht des UB Vorstands mit der Erinnerung an die Befreiung von Auschwitz:

“… dass Auschwitz nie wieder sein darf! Der Kreis Unna bleibt solidarisch – die Schülerinnen und Schüler an inzwischen 32 “Schulen gegen den Rassismus – Schule mit Courage” sind ein leuchtendes Beispiel für die Menschen im Kreis und auch und gerade für die SPD. Im Wahljahr haben wir Lust, die Zukunft zu entwickeln – einzustehen gegen diejenigen, die hetzerisch jetzt auf die Marktplätze sich hinauswagen. Die SPD lädt alle ein, die konstruktiv an dem neuen Aufbruch mitarbeiten wollen.

Wir sind eine Energieregion – wir brauchen Energie, wir produzieren Energie. Wir wissen, dass es richtig ist, das Klima zu schützen. Wir haben in der grün-roten Bundesregierung die “Energiewende” erfunden. Wir wissen: Mit der Natur kann man nicht verhandeln – und wir Sozialdemokraten werden das auch nicht versuchen.

Etwa 1000 Arbeitsplätze müssen ersetzt werden, die Standorte müssen umgestaltet werden, die Energieproduktion umgestellt werden. Die kommende Strukturförderung für den Kreis hätte es ohne die SPD Bundesfraktion nicht gegeben – das werden wir schützen im Streit mit der Landesregierung.

Wenn Alternativen bereitstehen, nutzen die Bürger diese: Verkehr, Elektro, Vernetzung von Bus, Bahn, Auto, Fahrrad.

Drei Aspekte der Klimaschutzpolitik:
umweltschädliches Verhalten verteuern,
belastete Menschen entlasten,
Infrastruktur umgestalten.

Digitalisierung ist eine weitere Herausforderung für die Arbeits- und Lebenswelt der Menschen: schnelle Netze allüberall als Daseinsvorsorge – digitale Bildung durch den “Digitalpakt Schule”, der nach fünf Jahren nicht enden darf.

Aufeinander achten, solidarisch sich engagieren, Perspektiven für die immer älter werdende Gesellschaft – das sind Stichworte für die Zukunft des Kreises. Dazu gehört auch das Recht auf Ganztagsbetreuung an den Schulen für die Eltern, die dies wünschen. Das muss ausfinanziert werden und von Bund und Ländern gegenfinanziert werden.

Wir unterstützen und wertschätzen die Arbeit der Polizei für die Sicherheit im Kreis, wir setzen uns ein für die Verbesserung ihrer Arbeitsmöglichkeiten. Und wir sehen auch die ehrenamtlich engagierten in der Feuerwehr, den Rettungsdiensten … Sie alle tragen dazu bei, dass ein starker Staat mit den Bürgern gemeinsam für Sicherheit und Stabilität sorgen kann.

Das Versprechen von diesem Parteitag:
Unsere Kandidaten für den Landrat und für die Bürgermeister im Kreis – wir wollen alle “Chefsessel” erobern.
Wir wollen mit Überzeugung und Leidenschaft als SPD mit Verantwortung, Gestaltungswillen und mit Kraft Gutes gestalten.
Wir werden gebraucht.
Wir sind die Partei, die mit unserer großartigen Geschichte und unsere strahlenden Idee von Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit in die Zukunft geht!

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