Soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt auf einem guten Weg – SPD-Fraktion begrüßt flankierende Maßnahme zur Umsetzung

Kreis Unna. „STARK* ist die richtige Antwort des Kreises“, bewertet der Vorsitzende des Ausschusses für Arbeitsmarktpolitik und Wirtschaftsförderung und Sozialdemokrat Martin Wiggermann den Vorschlag der Verwaltung.
Hintergrund: Auf Antrag der Fraktionen von SPD und CDU beauftragte der Kreistag am 28. März 2017 den Landrat mit der Erarbeitung einer flankierenden Förderrichtlinie des Kreises Unna, welche die Ziele des Bundesprogramms „Soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt“ inhaltlich und finanziell (aus Mitteln ersparter Bedarfe für Unterkunft und Heizung) unterstützt. Ziel des Antrages war es dazu beizutragen, dass die vom Jobcenter Kreis Unna im Rahmen des Bundesprogramms  zusätzlich beantragten 400 geförderten Beschäftigungsverhältnisse erfolgreich im Kreis Unna umgesetzt werden können.

Das Bundesprogramm Soziale Teilhabe ermöglicht dem Jobcenter Kreis Unna max. 400 Langzeitarbeitslose mit einem Arbeitsvertrag in Beschäftigung zu vermitteln. Das Programm endet am 31. Dezember 2018. Angesprochen werden Personen, die mindestens 4 Jahre beim Jobcenter arbeitssuchend gemeldet und über 35 Jahre alt sind. Die Plätze können bei den Kommunen, dem Kreis, Beschäftigungsgesellschaften, gemeinnützigen Vereinen oder Trägern der Freien Wohlfahrtspflege angesiedelt sein.

In der Vorlage für den Arbeitsmarktausschuss am 17. Mai und nachfolgend für den Kreistag am 27. Juni 2017 schlägt nunmehr die Verwaltung vor, durch zwei Bausteine das Bundesprogramm zu flankieren.

Baustein 1: Die Arbeitgeber erhalten eine Einzelplatzförderung von Euro 75 pro Monat.

Baustein 2: Die Arbeitgeber erhalten eine Erfolgsprämie. Diese wird bewilligt, wenn das Anschlussarbeitsverhältnis mindestens 6 Monate besteht. Die Prämie erhöht sich um 1000 Euro je Fall, wenn das Arbeitsverhältnis mindestens 12 Monate andauert.

Beide Bausteine sollen durch eingesparte Kosten der Unterkunft refinanziert werden. Neben der flankierenden Kreisförderung gibt es auch eine seitens des Landes. Hier werden bis 200 Euro pro Platz in Aussicht gestellt, allerdings nur für 85% der 400 Plätze. Dass jetzt durch Kreis und Land ein wirkungsvolles Coaching der Teilnehmer möglich ist, sieht die SPD-Kreistagsfraktion als wichtigen Schritt zum Abbau von Vermittlungshemmnissen.

* = Konzept zur flankierenden Förderung des Bundesprogramms „Soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt“ durch den Kreis Unna

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