Jusos besuchten Landeseinrichtung Unna-Massen und Kamen tief beeindruckt zurück

Unna-Massen. Die Unnaer Jusos aufgefüllt durch ihre jungen Freunde dem Ortsverein Unna-Lünern und der dortigen Ortsvorsteherin Anja Kolar hatten einen besonderen und eindrucksvollen Nachmittag. Sie besuchten mit Freunden die Landesstelle in Massen. Hier ihr Bericht: 

Heute haben die Jusos Unna die Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in der Landesstelle Unna-Massen besucht. Das Thema Flüchtlinge bestimmt zurzeit jegliche Berichterstattung in den Medien. Oft wird von unhaltbaren Zuständen und Kriminalität innerhalb von Flüchtlingseinrichtungen gefaselt oder die „Vermüllung“ dieser angemahnt. Es wird auf einigen Internetportalen, auch in unserer Stadt, gehetzt was das Zeug hält und an allen Problemen in unserer Stadt und in unserem Land sollen angeblich die Flüchtlinge Schuld haben. Diese Behauptungen haben wir nie geglaubt und uns auch entschieden dagegen ausgesprochen. Aber durch diesen Besuch erst können wir nun von eigenen Erfahrungen berichten.

Und was können wir berichten? Hier in Unna Massen, und vermutlich auch in den meisten anderen Flüchtlingsunterkünften, läuft es ruhig und gesittet ab. Die Menschen sind freundlich und besonders dankbar, dass sie in Deutschland Zuflucht und Schutz gefunden haben. Hier sieht man nichts von Vermüllung in den Unterkünften oder dem „rumlungern auf Feldbetten“, wie die Pegida-Frontfrau Tatjana Festerling erst kürzlich „berichtete“. Die Menschen hier sind glücklich in Sicherheit zu sein. Sie halten ihre Umgebung sauber, die Kinder spielen, die Menschen reden miteinander und sie versuchen ihr möglichstes zu tun, um etwas an die gastgebende Gesellschaft zurückzugeben. Natürlich gibt es auch hier wie überall, wo so viele Menschen auf einem Fleck sind, mal die ein oder andere Streitigkeit oder das ein oder andere Problem, das gelöst werden muss. Aber es wird ruhig und gesittet gelöst.

Besonderer Dank unsererseits gilt hier besonders den Verantwortlichen der Einrichtung und allen hauptamtlichen und ehrenamtlichen Helfern, die ihr Bestes geben um den Flüchtlingen bei anfallenden Problemen zu helfen, sie zu versorgen, ihnen Sicherheit geben und ihnen Geborgenheit geben. Auch wenn die Menschen hier nur ein paar Tage bleiben ist Geborgenheit wichtig. Denn das ist es, was die ankommenden Menschen benötigen. Schutz, Sicherheit, Hilfe und Geborgenheit. Nur dann kann Integration funktionieren. Diese Helfer müssen wir in der Ausübung ihrer Arbeit stärken, in unserem Fall ihnen politisch den Rücken stärken. Ihnen müssen wir bei der Lösung von Problemen behilflich sein. Das sollte die Aufgabe von jedem in unserer Gesellschaft sein. Zu helfen, wo man in der Lage ist zu helfen und wo Hilfe benötigt wird. Diese hauptamtlichen und ehrenamtlichen Helfer machen es uns vor.

Wir sind wirklich dankbar, dass wir die Möglichkeit hatten, die Helfer, die einen unbezahlbaren „Job“ machen, kennenzulernen.Vielen dank, dass sie unsere Fragen beantworten haben. Wir sind immer noch der Meinung dass jeder Mensch ein Recht auf Asyl hat, wenn er vor Krieg, Folter oder Verfolgung flieht . Ob aus Syrien, Afghanistan, Eritrea, oder aus einem anderen Land, ob Männlein oder Weiblein, ob Christ oder Moslem, ob jung oder alt, wir alle sind Menschen und wir alle haben das Recht auf Sicherheit und Schutz.

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