AsF fordert unmissverständlich: Frauenrechte haben Menschenrechte zu sein

Kreis Unna. Weltweit geht am 25. November der Internationale Aufruf „NEIN zu Gewalt an Frauen!“ heraus. Mit diesem weltumspannenden Appell wird gezielt auf die jedermensch angehende schlimme Situation der von alltäglicher Gewalt bedrohten Mädchen und Frauen hinzuweisen.

„Auch in diesem Jahr erinnert die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) an diesen Tag und unterstützt die weltweite Fahnenaktion von terre des femmes, frei leben – ohne Gewalt, durch die Unterstützung der Fahnenaktionen in den Kommunen von NRW“, sagt Bettina Schwab-Losbrodt, die AsF-Regionalvorsitzende Westliches Westfalen.

Die Frauen in der SPD fordern, dass Frauenrechte uneingeschränkt als Menschenrechte anerkannt werden und damit von Gewalt betroffene Mädchen und Frauen jeglichen Schutz der staatlichen Behörden vor Gewalt, Nötigung und Verfolgung erhalten.

„Der Schwerpunkt der Fahnenaktion in diesem Jahr ist die Forderung, Frühehen zu stoppen, denn jährlich werden weltweit 14,2 Millionen Mädchen vor ihrem 18. Geburtstag verheiratet. Die Folgen sind verheerend: Schulabbruch, (sexuelle) Ausbeutung, zu frühe Schwangerschaft und finanzielle Abhängigkeit“, erklärt Bettina Schwab-Losbrodt.

Terres des Femmes weist darauf hin, dass die Gründe für diese Menschenrechtsverletzung vielfältig sind und von Armut über mangelnde Bildung bis hin zu patriarchalen Traditionen reichen, nach denen die Töchter jungfräulich in die Ehe gehen müssen. Auch in Deutschland werden Minderjährige mit Migrationshintergrund zwangsverheiratet.

Die AsF unterstützt aus diesem Grunde die Durchsetzung eines Mindestheiratsalters von 18 Jahren ohne Ausnahme und fordert verstärkte Präventionsmaßnahmen gegen Frühehen wie beispielsweise verbesserte Bildungschancen für Mädchen und Präventionsmaßnahmen in den Schulen.

„Alle Bürgerinnen und Bürger sind aufgefordert, sich für die Beendigung der Gewalt an Frauen und Mädchen einzusetzen. Die Öffentlichkeit muss weiter sensibilisiert und aufgeklärt werden für eine gerechte und gleichgestellte Gesellschaft!“ fordert die AsF-Vorsitzende abschließend.

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