Kreistagsfraktion: Behörde überschreitet Grenze SPD empört über Jobcenter–Mitteilung!

Brigitte Cziehso: Behörde überschreitet Grenze
SPD empört über Jobcenter–Mitteilung!
Tafel, Radstationen und Sozialkaufhäuser wichtig für Kreis

Für die Sozialdemokraten ist eine Grenzlinie erreicht, nachdem das Jobcenter seine Unterstützung für gemeinnützige Einrichtungen wie die Tafeln oder die Sozialkaufhäuser streichen will. Denn durch den Wegfall der sogenannten Ein-Euro-Jobber wird ihnen schlicht die Existenzgrundlage entzogen und damit gleichsam auf dem kalten Weg der Sozialpolitik im Kreis Unna ein wichtiges Standbein genommen.

Nachdem die Tafel am Mittwoch bedauert hatte, dass sie ihr Angebot nach den angekündigten Jobcenter-Kürzungen massiv einschränken und erste Ausgabestellen schon bald schließen muss, platzte der SPD-Fraktionschefin Brigitte Cziehso der Kragen: „Wir teilen die Auffassungen des Jobcenters Kreis Unna ausdrücklich nicht, dass sich unter den SGB-II-Empfängern keine geeigneten Mitarbeiter für soziale Einrichtungen finden lassen.“
Es sei ein Unding, wenn sich das von Kreis und Bund gleichermaßen getragene Jobcenter ohne jede Absprache und gegen jeden kommunalpolitischen Willen zurückziehen wolle. „Im Gegenteil: Das Jobcenter steht klar in der Verantwortung, die es schlicht auszufüllen hat.“ Die Leitung der Behörde habe sich jetzt eindeutig zu erklären und „in den nächsten Tagen“ eine Lösung auf den Tisch zu bringen, die keine der gemeinnützigen Einrichtungen auch nur andeutungsweise in ihren heutigen Möglichkeiten einschränke.

In aller Klarheit stellen sich die Sozialdemokraten indessen hinter die Tafeln und die Sozialkaufhäuser: „Da leisten Verbände, Vereine und viele Ehrenamtliche eine unglaublich wichtige Arbeit, die denen zugute kommt, die nun wirklich jeden Cent zweimal umdrehen müssen. Diese Arbeit darf und wird nicht gefährdet, sie braucht die gesammelte politische Unterstützung“, unterstreicht Brigitte Cziehso. Das gelte auch und gerade für die regionalen Behörden – „allen voran für das Jobcenter, das bislang noch ein brauchbares arbeitsmarktpolitisches Instrument war“. (Kreis Unna)

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